Bewerbungsmappe

Datenschutz

Stand: 1. August 2026

Das Wichtigste in zehn Sätzen

  • Du brauchst keinen Account. Kein Name, keine E-Mail, kein Passwort beim Start.
  • Wir speichern nur, was du selbst in den Fragebogen einträgst. Manches davon ist freiwillig — Notenschnitt und Führerschein kannst du weglassen, der Lebenslauf klappt trotzdem.
  • Nach 90 Tagen löscht sich alles von allein. Du musst nichts tun.
  • Willst du früher weg: Einstellungen → „Alle meine Daten löschen". Sofort, ohne Nachfrage, ohne E-Mail an irgendeinen Support.
  • Wir tracken dich nicht. Kein Analytics, keine Werbe-ID, keine Cookies, die dich wiedererkennen.
  • Wir verkaufen deine Daten nicht. An niemanden, nie.
  • Deine Texte gehen an ein KI-Modell von Google, das in den Niederlanden läuft — also innerhalb der EU.
  • Dein Foto geht nicht an das Text-Modell. Wenn du das KI-Bewerbungsfoto kaufst, geht es an ein Bildmodell, ebenfalls in der EU.
  • Was du ins Feld „Erzähl einfach" schreibst, wird nach dem Erstellen weggeworfen und nie gespeichert. Dasselbe gilt für eine Stellenanzeige, die du einfügst oder abfotografierst.
  • Fragen? dev@reach-the-world.com — schreib einfach.

1. Wer für deine Daten verantwortlich ist

Alexander Hahn, Adickesallee 38, Raum 3437, 60322 Frankfurt am Main, Deutschland.
E-Mail: dev@reach-the-world.com

Diese Erklärung gilt für die App „Bewerbungsmappe“, die im App Store und bei Google Play unter dem Namen „Lebenslauf für Schüler“ steht, und für diese Website.

Einen Datenschutzbeauftragten haben wir nicht benannt. Wir sind weniger als zwanzig Personen, die ständig mit der Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind (§ 38 Abs. 1 S. 1 BDSG), und die Verarbeitung ist keine, die nach Art. 35 DSGVO eine Datenschutz-Folgenabschätzung verlangt.

2. Welche Daten wir verarbeiten

WasWoherWie lange
Vorname, Nachname, Wohnortdeine Eingabe90 Tage
Straße und Postleitzahldeine Eingabe, freiwillig90 Tage
E-Mail-Adresse, freiwillig Handynummerdeine Eingabe90 Tage
Geburtsdatumdeine Eingabe, ganz am Anfang90 Tage
Schule, Klassenstufe, Lieblingsfächerdeine Eingabe90 Tage
Notenschnitt als Spanne, z. B. „1,6–2,0"deine Eingabe, freiwillig90 Tage
Erfahrungen, Sprachen, Kenntnisse, HobbysAuswahl aus einer Liste oder selbst eingetippt90 Tage
Führerschein, z. B. „Klasse B"deine Eingabe, freiwillig90 Tage
Betrieb oder Schule, an die du dich bewirbst: Name, Ansprechpartner, Straße, PLZ und Ortdeine Eingabe, freiwillig90 Tage
Deine Unterschrift, mit dem Finger gezeichnetdeine Eingabe, freiwillig90 Tage
Dein Alterrechnen wir aus dem Geburtsdatumwird nicht getrennt gespeichert
BewerbungsfotoKamera oder Galerie90 Tage
Freitext „Erzähl einfach"deine Eingabewird nicht gespeichert
Stellenanzeige als Text oder Screenshotdeine Eingabe, freiwilligwird nicht gespeichert
Ausgewähltes Förderwerk beim StipendiumAuswahlwird nicht gespeichert — siehe Abschnitt 5
Fachrichtung bei der FachoberschuleAuswahl90 Tage
Kauf-BestätigungApple bzw. Google über RevenueCatbis du dein Konto löschst
Meldung einer unpassenden KI-Ausgabedeine Eingabebis wir sie bearbeitet haben

Warum wir nach dem Geburtsdatum fragen

Es ist die erste Frage der App und die einzige, die du nicht auslassen kannst. Sie leistet drei Dinge: Wir prüfen, ob du mindestens 13 bist, wir stellen dir danach die Fragen, die zu deinem Alter passen, und das Datum steht später in deinem Lebenslauf — in deutschen Bewerbungen wird es dort erwartet.

Wir speichern es zusammen mit deinen übrigen Antworten, also 90 Tage. Dein Alter selbst legen wir nirgends ab — es wird jedes Mal aus dem Datum gerechnet. Nach deinem Geburtsort fragen wir gar nicht: Er sagt nichts darüber, ob du zu einer Stelle passt.

Eigene Einträge bei Kenntnissen und Hobbys

Wenn dir in einer Liste etwas fehlt, kannst du es selbst eintippen. Solche Einträge behandeln wir wie jede andere Antwort: Sie gehören zu deinem Lebenslauf, stehen dort auch drin und werden deshalb zusammen mit deinen übrigen Antworten 90 Tage gespeichert — anders als das freie Feld „Erzähl einfach", das wir gar nicht erst behalten. Schreib dort also nur hinein, was auch in deiner Bewerbung stehen soll.

Was freiwillig ist

Notenschnitt und Führerschein musst du nicht angeben. Lässt du sie leer, entsteht dein Lebenslauf genauso, nur ohne diese Zeilen. Den Notenschnitt fragen wir bewusst als Spanne ab und nicht auf die Stelle genau.

Auch deine Anschrift ist freiwillig. In deutschen Lebensläufen steht sie üblicherweise unter dem Namen, für die Bewerbung entscheidet sie aber nichts — und sie gibt deine Wohnadresse preis. Lässt du Straße oder Postleitzahl leer, steht im Lebenslauf nur dein Wohnort. Fragen wir nur nach Straße und Postleitzahl; der Ort steht schon oben.

Deine Unterschrift

Ganz am Ende des Fragebogens kannst du mit dem Finger unterschreiben. Der Zug steht danach im Anschreiben, damit du es abschicken kannst, ohne es auszudrucken. Du musst das nicht. Lässt du das Feld leer, steht im Anschreiben eine leere Linie — dann unterschreibst du mit dem Stift, nachdem du es ausgedruckt hast.

Wir speichern kein Bild, sondern die Linie als Folge von Punkten, zusammen mit deinen übrigen Antworten und genauso lange: 90 Tage. Sie gehört zu deinem Dokument und wird nirgendwo sonst verwendet. Mit „Alle Daten löschen" in den Einstellungen ist sie sofort weg.

Wenn du einen Ansprechpartner einträgst

Beim Betrieb kannst du angeben, an wen die Bewerbung geht. Das ist der Name einer anderen Person — wir nutzen ihn ausschließlich für die Anrede und das Anschriftfeld deines Anschreibens, und er wird zusammen mit deinem Dokument nach 90 Tagen gelöscht. Freiwillig ist er auch: Ohne ihn steht im Brief „Sehr geehrte Damen und Herren".

Was wir ausdrücklich nicht erheben

Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Geburtsort, Gerätekennungen, Standort, Werbe-IDs, Nutzungsstatistiken. Es gibt in der App kein Analytics-Werkzeug und kein Werbe-SDK. Deshalb fragt die App unter iOS auch nicht nach der Erlaubnis zum App-übergreifenden Tracking — es findet keines statt.

Welche Berechtigungen die App braucht

BerechtigungWannWofür
Kamera (iOS und Android)Nur wenn du im Foto-Schritt „Aufnehmen" antippstEin Bewerbungsfoto direkt aufnehmen
Fotos (nur iOS)Nur wenn du „Aus der Galerie" antippstEin vorhandenes Bild auswählen

Beides ist freiwillig: Ohne Foto entsteht dein Lebenslauf genauso, nur ohne Bild. Vorausgewählt ist überall „ohne Foto".

Was die App nicht darf, obwohl viele Apps es verlangen: Mikrofon, Zugriff auf deinen Speicher, Standort, Kontakte. Auf Android sind diese Berechtigungen ausdrücklich gesperrt, damit sie auch nicht versehentlich durch eine eingebundene Bibliothek hineinrutschen können.

3. Auf welcher Rechtsgrundlage

Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO — Erfüllung eines Vertrags. Du willst einen Lebenslauf, die App erstellt einen. Ohne die Angaben aus dem Fragebogen geht das nicht.

Wir stützen uns bewusst nicht auf eine Einwilligung. Das ist keine Formalie: Eine Einwilligung von Minderjährigen wäre nach Art. 8 DSGVO in Deutschland erst ab 16 Jahren allein wirksam. Weil die Verarbeitung Vertragserfüllung ist, greift diese Altersgrenze hier nicht.

Die Meldung unpassender KI-Ausgaben verarbeiten wir auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO — wir haben ein berechtigtes Interesse daran, Fehlausgaben zu erkennen und abzustellen. Dasselbe gilt für die Server-Protokolle, die bei jedem Aufruf entstehen (Abschnitt 8).

Auch das Bewerbungsfoto verarbeiten wir zur Vertragserfüllung und nicht auf Grundlage einer Einwilligung: Du kaufst die Fotoaufbereitung, und ohne dein Bild lässt sie sich nicht liefern. Wir halten den Zeitpunkt fest, zu dem du die Aufbereitung ausgelöst hast — als Nachweis, nicht als Einwilligung. Willst du sie rückgängig machen, genügt „Alle meine Daten löschen" in den Einstellungen; das entfernt Originalbild und erzeugte Varianten.

4. Wenn du unter 18 bist

Die App ist ab 13 Jahren. Beim Start fragen wir nach deinem Alter; unter 13 geht es nicht weiter.

Der Kauf des PDF-Exports kostet einmalig 1,99 € beziehungsweise 3,99 € und läuft über den App Store oder Google Play. Wenn du minderjährig bist, gilt dafür deutsches Recht: Ein Kauf ist wirksam, wenn du ihn mit Mitteln bezahlst, die dir zur freien Verfügung überlassen wurden (§ 110 BGB, umgangssprachlich Taschengeldparagraf), oder wenn deine Eltern zustimmen. Über die Familienfreigabe bei Apple und Google können Eltern Käufe ohnehin vorab bestätigen.

5. Besondere Angaben, die in Lebensläufe geraten

Deutsche Lebensläufe enthalten oft Angaben, die besonders geschützt sind: Konfession, Schwerbehinderung, Gesundheit, Herkunft, Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder Partei (Art. 9 DSGVO).

Deshalb ist die App so gebaut:

Die eine Ausnahme: Stipendien

Wenn du als Ziel „Stipendium" wählst, zeigen wir dir die dreizehn Begabtenförderungswerke zur Auswahl. Das ist die einzige Stelle in der App, an der eine Auswahl etwas über dich verraten kann: Elf dieser dreizehn sind einer Konfession, einer Partei oder den Gewerkschaften nahe. Wer das Cusanuswerk anklickt, sagt damit indirekt etwas über seine Konfession.

Wir brauchen die Angabe, um das Motivationsschreiben überhaupt an das richtige Förderwerk richten zu können. Damit sie nicht länger bei uns liegt als nötig, behandeln wir sie wie den Freitext: deine Auswahl wird nach dem Schreiben des Briefes verworfen und nicht gespeichert. In der Datenbank steht danach nur der fertige Brieftext, den du selbst verschickst.

Willst du das vermeiden, wähle „Eine andere Stiftung" und trag den Namen später selbst in den Brief ein.

Dein Gesichtsfoto behandeln wir nicht als biometrisches Datum, weil wir es nicht zur eindeutigen Identifizierung verarbeiten — es wird nur in die Vorlage eingesetzt. Trotzdem ist es die empfindlichste Angabe in der App: Es liegt in einem nicht öffentlichen Speicher, ist nur über eine Adresse mit 15 Minuten Gültigkeit abrufbar und wird zusammen mit dem Dokument gelöscht.

6. Wer die Daten außer uns noch sieht

DienstWofürWo
Google Cloud (Vertex AI)Das KI-Modell, das die Texte und optional das Bewerbungsfoto erzeugteurope-west4, Niederlande
Google Cloud (Cloud Run)Der Server, auf dem die App-Schnittstelle und die PDF-Erzeugung laufeneurope-west4, Niederlande
SupabaseDatenbank, anonyme Anmeldung, Dateispeichereu-central-1, Frankfurt am Main
RevenueCat, Inc.Prüft, ob ein Kauf echt istUSA
Apple bzw. GoogleWickeln den Kauf ab

Mit Google Cloud, Supabase und RevenueCat bestehen Verträge zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Apple und Google sind beim Kauf eigenständig verantwortlich, nicht unsere Auftragsverarbeiter.

RevenueCat sitzt in den USA. Die Übermittlung dorthin ist durch die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission abgesichert. An RevenueCat geht kein Inhalt deines Lebenslaufs, sondern nur eine zufällige Kennung deiner Sitzung und die Kaufbestätigung des Stores.

Das KI-Modell verarbeitet deine Eingaben ausschließlich, um deinen Lebenslauf zu erzeugen. Wir nutzen den kostenpflichtigen Tarif von Vertex AI; Google verwendet die Eingaben dort nicht, um eigene Modelle zu trainieren.

7. Wie lange wir speichern

8. Cookies und Reichweitenmessung

Die App setzt keine Cookies. Auf dem Gerät liegt nur, was die App zum Funktionieren braucht: dein Sitzungsschlüssel und dein Zwischenstand im Fragebogen. Diese Website setzt ebenfalls keine Cookies und lädt keine Schriften, Skripte oder Bilder von fremden Servern nach. Deshalb gibt es hier kein Zustimmungsbanner — es wäre nichts, dem man zustimmen müsste.

Was der Server trotzdem mitschreibt

Jeder Aufruf hinterlässt einen Eintrag im Protokoll des Servers, so wie bei jeder Website im Internet. Darin stehen deine IP-Adresse, Datum und Uhrzeit, die aufgerufene Adresse, der Antwortcode und die Kennung deines Geräts oder Browsers. Wir werten das nicht aus und führen es mit nichts zusammen — es entsteht automatisch und dient dazu, Störungen zu finden und Missbrauch abzuwehren, etwa wenn jemand die Schnittstelle massenhaft abfragt.

Diese Protokolle liegen bei Google Cloud und werden nach 30 Tagen automatisch gelöscht. Rechtsgrundlage ist unser berechtigtes Interesse an einem sicheren und funktionierenden Betrieb (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Ein Profil über dich entsteht daraus nicht, und mit deinen Lebenslaufdaten wird das Protokoll nicht verknüpft.

9. Dass Texte von einer KI kommen

Lebenslauf und Anschreiben werden von einem Sprachmodell formuliert. Das steht auf dem Startbildschirm und noch einmal auf dem Ergebnisbildschirm (Art. 50 KI-Verordnung). Lies die Texte bitte durch, bevor du dich damit bewirbst — ein Modell kann sich irren.

Auf jedem Ergebnisbildschirm gibt es den Link „Etwas stimmt nicht". Darüber kannst du uns eine unpassende Ausgabe melden.

10. Deine Rechte

Du hast das Recht auf:

Schreib dafür an dev@reach-the-world.com.

Weil die App anonym arbeitet, können wir dich nicht ohne Weiteres einer gespeicherten Sitzung zuordnen. Um dein Auskunfts- oder Löschrecht auszuüben, brauchen wir deshalb die Kennung aus der App: Einstellungen → ganz unten. Können wir dich nicht zuordnen, dürfen wir dir nach Art. 11 Abs. 2 DSGVO keine Daten herausgeben — das schützt dich davor, dass jemand anderes deine Daten anfordert.

Keine automatische Entscheidung über dich

Eine automatisierte Entscheidungsfindung im Sinne von Art. 22 DSGVO findet nicht statt, und wir erstellen kein Profil von dir. Das KI-Modell formuliert einen Text aus deinen eigenen Angaben — es bewertet dich nicht, es sortiert dich nicht ein, und es entscheidet nichts, was rechtliche Folgen für dich hätte. Ob du zu einer Stelle eingeladen wirst, entscheidet allein der Betrieb, bei dem du dich bewirbst.

Weil wir uns auf Vertragserfüllung stützen und nicht auf eine Einwilligung (Abschnitt 3), gibt es auch keine Einwilligung, die du widerrufen müsstest. Du beendest die Verarbeitung, indem du deine Daten löschst.

11. Beschwerde

Du kannst dich bei einer Aufsichtsbehörde beschweren. Für uns zuständig ist:

Der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit
Postfach 3163, 65021 Wiesbaden
datenschutz.hessen.de

Du kannst dich auch an die Behörde deines gewöhnlichen Aufenthaltsorts wenden.

12. Änderungen

Wenn sich an der Verarbeitung etwas Wesentliches ändert, aktualisieren wir diese Seite und passen das Datum oben an.